Frühlingsblüte 2020

Gestern den 04.06.2020 haben wir die Frühlingsblüte 2020 geerntet und geschleudert. Anbei ein paar Fotos von der Schleuderung.

Die Frühlingsblüte ist die helle feincremige Variante unseres Sortiments. Robinie, Apfel, Kirsch und Raps sind nur einige Beispiele, die in der Frühlingsblüte enthalten sind. Diese helle und süße Honigvariante ist vor allem bei Kindern sehr beliebt. 

Auch dieses Jahr waren die Bedingungen nicht optimal. Es hat eine ca. achtwöchige Trockenperiode gegeben. Dadurch haben die Pflanzen praktisch keinen Nektar abgesondert. Die Pflanzen haben sozusagen um ihr Überleben gekämpft. Gut zu beobachten war das am Raps. Dieser hat sehr wenige Blüten gebildet und praktisch keinen Nektar abgegeben.

Trotz den schwierigen Bedingungen waren unsere Bienen sehr fleißig. Der Honig hat dieses Jahr einen sehr niedrigen Wassergehalt, welches ein Qualitätskriterium ist.

In den nächsten Wochen werde ich den Honig cremig rühren. Sobald wir damit fertig sind steht die Frühlingsblüte 2020 zum Verkauf bereit.

Viele Grüsse, Familie Wahsner

Folgen der globalen Erwärmung für die Bienen

Im Herbst hat ein Bienenvolk den Vorrat für den ganzen Winter angelegt. Ein Bienenvolk benötigt ca. 15 kg Honig, um über den Winter zu kommen. Die Bienen ziehen sich zu einer Traube zusammen. In den kühlen Wintermonaten verbraucht ein Bienenvolk ca. 1-2 kg Honig pro Monat.

Bienenvölker im Winter

Heizpeaks

Interessant ist hierbei zu beobachten, dass im Bienenvolk die Temperatur auf bis zu 10 Grad abfällt. An manchen Tagen sogar auf bis zu 4 Grad. Hier ist kaum noch Bewegung bzw. Aktivität im Bienenvolk. In regelmäßigen Intervallen ist eine Aufheizung auf bis zu 30 Grad, sogar an kalten Wintertagen, zu beobachten. Das sind so genannte Heizpeaks. Es ist davon auszugehen, dass diese Heizpeaks dazu genutzt werden, den Honig zu verflüssigen und neue Energie zu tanken.

Warme Winter

Durch die globale Erwärmung werden unsere Winter immer wärmer und das hat auch direkten Einfluss auf unsere Bienen. Die zuvor beschriebene Inaktivität und Ruhephasen der Bienen, einhergehend mit Heizpeaks findet hauptsächlich von November bis Februar statt. In diesen, normalerweise kalten, Monaten benötigen unsere Bienen deshalb, wie schon erwähnt, nur 1-2 kg pro Monat. Durch die teilweise sehr warmen Wintermonate fallen diese inaktiven Monate teilweise komplett weg. Bienen werden schon im Dezember wesentlich aktiver. Aktivität erfordert wesentlich mehr Futter und es werden Werte von bis zu 6 kg Futterverbrauch pro Monat erzielt. Dieses Futter ist aber gerade wichtig für die erste Brut von Februar bis April.
Gesunde Völker verhungern kurz vor dem Frühling, ein Nebeneffekt der globalen Erwärmung. Wir Imker müssen unsere Völker ganz genau beobachten. Leider ist eine Fütterung der Völker im Winter praktisch nicht durchführbar.

Weihnachtsgrüße

nur noch wenige Tage bis zum Jahresende. Weihnachten steht vor der Tür und wir möchten uns herzlich bei unseren Kunden für das zurückliegende Jahr bedanken.

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie ruhige und entspannte Weihnachtsfeiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wir freuen uns auf ein spannendes 2020 und freuen uns schon auf die kommende Honigsaison.

Unsere Bienen befinden sich jetzt in der Winterruhe. Sie bilden bei Kälte eine Wintertraube und rücken ganz dicht zusammen. Die Königin befindet sich in der Mitte und wird von allen Arbeiterinnen warm gehalten.

Alles Gute wünscht Familie Wahsner

Bienenstöcke zur Weihnachtszeit

Pollen und Nektar für die Insekten

Die Sommersonnenwende leitet das neue Bienenjahr ein. Die Königin legt von nun an weniger Eier. Im Spätsommer schlüpfen die Winterbienen. Gerade diese Winterbienen benötigen viele Proteine, Fette, Vitamine, verschieden Makro- und Mikronährstoffe sowie essentielle Aminosäuren. Honig lässt die Bienen fliegen, Pollen ernährt sie! Pollenunterversorgung führt bei Bienenvölkern zu einer verkürzten Lebenszeit.

Biene in Pollen
Biene in Pollen

Leider bietet unsere Natur immer weniger dieser wichtigen Nährstoffe. Das hat auch damit zu tun, dass die Landwirtschaft immer intensiver betrieben wird. Ein Rapsfeld blüht lediglich im Frühjahr. Der Mais blüht später im Jahr, aber der Mais-Pollen bietet leider nur wenige dieser wichtigen Nährstoffe.

Richtige Blumenwiesen gibt es leider auch immer weniger. Wiesen werden zwei bis drei mal pro Jahr geschnitten. Das hat zur Folge das Blumen gar nicht mehr in die Blüte kommen, oder gar Samen ausbilden können. Es gibt immer mehr Steingärten und gepflasterte Flächen.
Unseren Insekten werden einfach viel zu viele dieser wichtigen Pollen- und Nektarquellen entzogen.

Hier kann jeder einzelne aktiv werden! Helfen würde es z.B. gezielt Spätblüher zu pflanzen.
Ein paar Beispiele:

  1. Astern
  2. Esparsette
  3. Buchweizen
  4. Phacelia
  5. Bartblume (wunderschöner kleiner Strauch)
  6. Borretsch
  7. Ringelblumen
  8. Bienenbaum
  9. Pfefferminze

Es hilft auch, einfach einmal ein paar Unkräuter stehen zu lassen. Hier gibt es immer etwas für die Bienen und Hummeln zu finden.

Mittlerweile gibt es verschiedene Initiativen und Förderprogramme, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Gemeinden und Landwirten in dieser Problematik zu helfen. Auch das Bundesministerium für Umwelt hat den Handlungsbedarf erkannt.

https://www.bmu.de/insektenschutz/
https://www.bmu.de/publikation/aktionsprogramm-insektenschutz-2019/

Eine Bienentränke hilft den Bienen

Besonders im Frühjahr und bei großer Hitze brauchen Bienen Zugang zu Wasser. Eine einfache Bienentränke im Garten kann helfen.

Vor 4 Tagen habe ich eine Bienentränke gebaut und sie wurde direkt sehr gut angenommen. Die Konstruktion ist denkbar einfach: eine Blumenschüssel mit Steinen aufgefüllt. Diese sorgen dafür, dass die Bienen landen können und nicht ertrinken. Dazu noch eine kleine Photovoltaik-Wasserpumpe (ca. 15 EUR), damit das Wasser in Bewegung bleibt und nicht schlecht wird. Fertig ist die Wasserquelle für die Bienen.

In den langen Trockenzeiten haben die Bienen leider immer weniger Möglichkeiten an Wasser zu gelangen. Daher sind Tränken in den Gärten eine gute Unterstützung für die fleissigen Helfer.

Der erste Bienenflug im Jahr 2019

Bienenflug

Der Winter ist noch nicht vorbei, aber die Tage werden schon wieder deutlich länger, die Sonne gewinnt ein jeden Tag mehr Kraft. Sobald die Tagestemperaturen um die Mittagszeit an sonnigen und geschützten Stellen etwa 10 °C erreichen, kann man beobachten, wie die Honigbienen einen sogenannten Reinigungsflug unternehmen. Wenn es kälter ist, sind die Bienen überhaupt nicht in der Lage zu fliegen bzw. in den Stock zurückzukehren. Bei schwankenden Temperaturen ist der erste Ausflug mit erheblichen Risiken verbunden. Plötzlich einsetzender Regen oder starker Wind birgt die Gefahr der Unterkühlung und kann den Tod für die Bienen bedeuten.

Die ersten Krokusse blühen und die Hasel ist aktuell ein wichtiger Pollenlieferant für die Bienen.

Krokusse
Haselnuss
Haselnuss ein wichtiger Pollenspender im Frühjahr

Winterruhe

Sobald es kälter wird, sind in der freien Natur keine Bienen unterwegs. Da es zu dieser Zeit auch keine Pflanzen gibt, die blühen, bleiben die Bienen ohnehin arbeitslos – das Sammeln von Pollen und Nektar wird zwangsläufig eingestellt.

Bienen bleiben im Winter in ihrem Bienenstock und kommen damit ziemlich gut zurecht. In Extremlagen müssen sie bis zu sechs Monate in ihrem Stock leben. Damit das funktioniert, wird der Stoffwechsel heruntergefahren und Wärme mithilfe des eingelagerten Honigs selbst produziert. Dazu zittern sich die Bienen regelrecht warm. Je tiefer und langanhaltender die niedrigen Temperaturen, desto mehr Honig wird über den Winter verbraucht.

Die Bienen sitzen dicht aneinandergedrängt in einer so genannten Wintertraube, bei der die Königin in der Mitte sitzt und von den Arbeiterinnen auf mindestens 25 ° C warm gehalten wird. Dabei wechseln außen- und innen sitzende Bienen sich immer wieder ab. Verlassen wird der Stock nur, wenn die Temperaturen an warmen Wintertagen über zwölf Grad steigt.