Der ewige Kampf gegen die Varroamilbe

Die Varroamilbe (Varroa destructor) ist eine kleine Milbe die als Parasit an Honigbienen lebt. Varroa destructor gilt als der bedeutsamste Bienenschädling weltweit und stellt auch mich als Imker jedes Jahr vor neue Herausforderungen. Sie entwickelt sich in den Brutzellen der Honigbiene, schadet den Larven beim Wachstum und befällt erwachsene Tiere, wodurch Krankheiten übertragen und die Bienen stark geschwächt werden.

Varroa destructor
Varroamilbe
Foto: Gilles San Martin from Namur, Belgium
Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic

Der Befall eines Bienenstocks durch die Varroamilbe wird als Varroose bezeichnet. Gerade in der Zeit von Spätsommer bis Herbst, wenn die Bienen sich auf die Winterzeit vorbereiten, kann die Varroamilbe erhebliche und unumkehrbare Schäden im Bienenvolk anrichten.

Die Bekämpfung der Varroamilbe ist für mich eine zentrale Aufgabe und wird es auch in absehbarer Zukunft bleiben. Um eine optimale Vorgehensweise sicher zu stellen ist es wichtig, dass wir Imker uns austauschen und Erfahrungen weitergeben. Dabei soll die Schonung der Bienen als Lebewesen und eine einwandfreie Honigqualität im Zentrum stehen.

Zur Bekämpfung der Varroamilbe setzte ich ausschließlich auf organische Säuren und biologische Behandlungsverfahren, welche keine Rückstände hinterlassen und gesundheitlich unbedenklich sind. Dazu verwende ich Ameisensäure, Milchsäure oder Oxalsäure, die auch in geringen Mengen im Honig natürlicherweise vorkommen. Um den Honig dennoch nicht zu beeinträchtigen, erfolgt die Behandlung stets nach der letzten Honigernte. Es werden auch Methoden verwendet die die Natur zum Vorbild haben. Dazu zählen unter anderem.

  • das Bannwabenverfahren,
  • die totale Brutentnahme
  • das Käfigen der Königin in Verbindung mit einer Behandlung

Wer mehr darüber erfahren möchte findet eine gute Beschreibung im Newsletter Bienen@Imkerei. Dieser Newsletter erscheint mehrfach im Jahr und wird von verschiedenen Bieneninstituten veröffentlicht.

Behandlung der Bienen mit Ameisensäure
Behandlung des Bienenstocks mit Ameisensäure

Eine Bienentränke hilft den Bienen

Besonders im Frühjahr und bei großer Hitze brauchen Bienen Zugang zu Wasser. Eine einfache Bienentränke im Garten kann helfen.

Vor 4 Tagen habe ich eine Bienentränke gebaut und sie wurde direkt sehr gut angenommen. Die Konstruktion ist denkbar einfach: eine Blumenschüssel mit Steinen aufgefüllt. Diese sorgen dafür, dass die Bienen landen können und nicht ertrinken. Dazu noch eine kleine Photovoltaik-Wasserpumpe (ca. 15 EUR), damit das Wasser in Bewegung bleibt und nicht schlecht wird. Fertig ist die Wasserquelle für die Bienen.

In den langen Trockenzeiten haben die Bienen leider immer weniger Möglichkeiten an Wasser zu gelangen. Daher sind Tränken in den Gärten eine gute Unterstützung für die fleissigen Helfer.

Der erste Bienenflug im Jahr 2019

Bienenflug

Der Winter ist noch nicht vorbei, aber die Tage werden schon wieder deutlich länger, die Sonne gewinnt ein jeden Tag mehr Kraft. Sobald die Tagestemperaturen um die Mittagszeit an sonnigen und geschützten Stellen etwa 10 °C erreichen, kann man beobachten, wie die Honigbienen einen sogenannten Reinigungsflug unternehmen. Wenn es kälter ist, sind die Bienen überhaupt nicht in der Lage zu fliegen bzw. in den Stock zurückzukehren. Bei schwankenden Temperaturen ist der erste Ausflug mit erheblichen Risiken verbunden. Plötzlich einsetzender Regen oder starker Wind birgt die Gefahr der Unterkühlung und kann den Tod für die Bienen bedeuten.

Die ersten Krokusse blühen und die Hasel ist aktuell ein wichtiger Pollenlieferant für die Bienen.

Krokusse
Haselnuss
Haselnuss ein wichtiger Pollenspender im Frühjahr

Winterruhe

Sobald es kälter wird, sind in der freien Natur keine Bienen unterwegs. Da es zu dieser Zeit auch keine Pflanzen gibt, die blühen, bleiben die Bienen ohnehin arbeitslos – das Sammeln von Pollen und Nektar wird zwangsläufig eingestellt.

Bienen bleiben im Winter in ihrem Bienenstock und kommen damit ziemlich gut zurecht. In Extremlagen müssen sie bis zu sechs Monate in ihrem Stock leben. Damit das funktioniert, wird der Stoffwechsel heruntergefahren und Wärme mithilfe des eingelagerten Honigs selbst produziert. Dazu zittern sich die Bienen regelrecht warm. Je tiefer und langanhaltender die niedrigen Temperaturen, desto mehr Honig wird über den Winter verbraucht.

Die Bienen sitzen dicht aneinandergedrängt in einer so genannten Wintertraube, bei der die Königin in der Mitte sitzt und von den Arbeiterinnen auf mindestens 25 ° C warm gehalten wird. Dabei wechseln außen- und innen sitzende Bienen sich immer wieder ab. Verlassen wird der Stock nur, wenn die Temperaturen an warmen Wintertagen über zwölf Grad steigt.