Der erste Bienenflug im Jahr 2019

Bienenflug

Der Winter ist noch nicht vorbei, aber die Tage werden schon wieder deutlich länger, die Sonne gewinnt ein jeden Tag mehr Kraft. Sobald die Tagestemperaturen um die Mittagszeit an sonnigen und geschützten Stellen etwa 10 °C erreichen, kann man beobachten, wie die Honigbienen einen sogenannten Reinigungsflug unternehmen. Wenn es kälter ist, sind die Bienen überhaupt nicht in der Lage zu fliegen bzw. in den Stock zurückzukehren. Bei schwankenden Temperaturen ist der erste Ausflug mit erheblichen Risiken verbunden. Plötzlich einsetzender Regen oder starker Wind birgt die Gefahr der Unterkühlung und kann den Tod für die Bienen bedeuten.

Die ersten Krokusse blühen und die Hasel ist aktuell ein wichtiger Pollenlieferant für die Bienen.

Krokusse
Haselnuss
Haselnuss ein wichtiger Pollenspender im Frühjahr

Winterruhe

Sobald es kälter wird, sind in der freien Natur keine Bienen unterwegs. Da es zu dieser Zeit auch keine Pflanzen gibt, die blühen, bleiben die Bienen ohnehin arbeitslos – das Sammeln von Pollen und Nektar wird zwangsläufig eingestellt.

Bienen bleiben im Winter in ihrem Bienenstock und kommen damit ziemlich gut zurecht. In Extremlagen müssen sie bis zu sechs Monate in ihrem Stock leben. Damit das funktioniert, wird der Stoffwechsel heruntergefahren und Wärme mithilfe des eingelagerten Honigs selbst produziert. Dazu zittern sich die Bienen regelrecht warm. Je tiefer und langanhaltender die niedrigen Temperaturen, desto mehr Honig wird über den Winter verbraucht.

Die Bienen sitzen dicht aneinandergedrängt in einer so genannten Wintertraube, bei der die Königin in der Mitte sitzt und von den Arbeiterinnen auf mindestens 25 ° C warm gehalten wird. Dabei wechseln außen- und innen sitzende Bienen sich immer wieder ab. Verlassen wird der Stock nur, wenn die Temperaturen an warmen Wintertagen über zwölf Grad steigt.